Aktion der Honorarlehrkräfte am Weltlehrertag 2016

Auch dieses Jahr werden wir Honorardozent*innen in Berlin deutlich machen, dass wir nicht länger wie Lehrkräfte zweiter Klasse behandelt werden wollen. Eine Aktion wird am Mittwoch, 5. Oktober 2016, zum „Lehrertag“, um 14 – 15:30 Uhr am Brandenburger Tor statt finden mit anschließend Demozug vorbei am Bundestag bis zum Kanzleramt.

Honorarlehrkräfte auch aus anderen Bundesländern können sich unserem Aufruf anschliessen und zum „Lehrertag“ ähnliche Aktionen organisieren.

Wir haben gemeinsamen Ziele erarbeitet, die international vereinbarte Grundsätze zum Schutz von Lehrer*innen anschließen. Wir fordern die Erfüllung der UNESCO-Standards: http://www.ilo.org/wcmsp5/groups/public/—ed_dialogue/—sector/documents/normativeinstrument/wcms_162034.pdf

Bezahlung von DaF/DaZ-Lehrkräften

Arbeiten Sie/Arbeitest Du gegen Bezahlung als DaF-/DaZ-Lehrkraft in einer Willkommensklasse in einer allgemeinbildenden Schule mit Kindern oder Jugendlichen, in einem Integrationskurs, in einem Firmenkurs/innerbetriebliche Fortbildungen, an einer Universität/Fachhochschule oder in einem Selbstzahlerkurs in Deutschland?

Dann brauche ich Sie/Dich.

http://limesurvey.uni-mainz.de/index.php/298121/lang-de

Möchten Sie/Möchtest Du mir einen weiteren großen Gefallen tun? Dann teilen Sie/teile den Link und die Informationen zur Befragung mit anderen DaF-/DaZ-Lehrkräften in Deutschland.

 

Viele Grüße

Laura Leyendeckers

Honorare in Bildungs- und Wissenschaftsbetrieb oft unterhalb des Mindestlohns

Unser Berliner Netzwerk „Prekäres Wissen“ hat eine Übersicht über übliche Honorare im Bildungs- und Wissenschaftsbetrieb veröffentlicht. Dazu sammelten wir über 60 typische Beispiele von Honoraren, die von Bildungsträgern und wissenschaftlichen Institutionen in den letzten Jahren gezahlt wurden. Die Initiative erhob zudem, wie viel, oft unbezahlter, tatsächlicher Arbeitsaufwand hinter den jeweiligen Aufträgen steckt und ermittelte so neben dem offiziellen Honorar den tatsächlichen Brutto-Stundenlohn der meist freiberuflich Tätigen. In über zwanzig Fällen lag dieser tatsächliche Stundelohn unter dem Mindestlohn von 8,50 €. Manche Tätigkeiten, beispielsweise Lehraufträge an Universitäten, insbesondere die Titellehre von PrivatdozentInnen, werden überhaupt nicht vergütet. Die verschiedenen aufgeführten Beispiele für Tätigkeitsbereiche und -arten stammen von Universitäten, freien Bildungsträgern, Museen, Volkshochschulen u.a.

Wir erhoffen und von der Veröffentlichung eine breite öffentliche Diskussion über die Arbeitsbedingungen von FreiberuflerInnen im Bildung- und Wissenschaftsbetrieb.

Ausführliche Informationen, Erläuterungen und Tabellen zum Vergleich bezahlter und tatsächlich geleisteter Arbeitszeit auf der entsprechenden Seite.

Prekär ist nicht fair! Gegen schlechte Arbeits- und Lernbedingungen in Integrationskursen

Am 9. März 2016, 14 Uhr findet vor dem Bundesministerium des Innern, Alt-Moabit 140 ,10557 Bln (Nähe Hauptbahnhof) eine Kundgebung gegen Gegen die schlechten Arbeits- und Lernbedingungen in Integrationskursen statt.  Am selben Tag findet eine Demonstration in Düsseldorf statt, zu der der Bonner Offene Kreis aufruf:   http://bonneroffenerkreis.jimdo.com/

Hier ist der Flyer zur Demo. Die Hauptfordeungen der Integrationsdozent*innen sind:

• Tarifgebundener Angestelltenstatus wie Sprachlehrer*innen an staatlichen Schulen     (Honorarfortzahlung im Krankheitsfall zu Hundert Prozent, Gewährung des Mutterschutzes,    Kündigungsschutz) oder mindestens eine Verdoppelung des derzeit branchenüblichen Honorars!

• Flexiblere Kursformate und unbürokratischen Kurszugang auch für Geflüchtete!

• Fachliches Mitspracherecht der Dozent*innen bei Einstufungen, Kursinhalten und Prüfungen!

 

Aktion gegen die Unterbezahlung von Honorarlehrkräften – am 21.11.2015

Mehrere Gruppen von Honorarlehrkräften laden zu einer Aktion gegen die niedrigen Honorare und die mangelhafte Absicherung bei Krankheit und im Alter ein.  Wir fordern Festanstellung oder angemessene Bezahlung bei Freiberuflichkeit. Mehr dazu hier.

Die Aktion ist am Samstag, 21. november 2015, 12 – 14 Uhr, vor der Expo-Lingua (Russisches Haus der Wissenschaft und Kultur), Friedrichstraße 176–179, 10117 Berlin. Nähe U-Bhf. Stadtmitte (U2, U6), mit Trommeln und Rap.

Vergleich der Einnahmen der angestellten Lehrkräfte (LfbA) und der Lehrbeauftragten

Die AG-Lehrbeauftragte bei der GEW Berlin hat einige Flyer zu den Terminen dieses Herbst: die Aktionen der Honorarlehrkräfte und die Aktionswoche „Traumjob Wissenschaft“

      • VERGLEICH DER EINNAHMEN DER ANGESTELLTEN LEHRKRÄFTE UND DER LEHRBEAUFTRAGTEN AN DER ZENTRALEINRICHTUNG MODERNE SPRACHEN (TU-Berlin)
      • VERGLEICH DER EINNAHMEN DER ANGESTELLTEN LEHRKRÄFTE UND DER LEHRBEAUFTRAGTEN AN DER HOCHSCHULE FÜR WIRTSCHAFT UND RECHT (HWR)
      • Vorschläge für Mindeststandards für die Vergütung von Lehrbeauftragten an Berliner Hochschulen

Zum Vergleich der Kosten einer Unterrichtseinheit je nach Status der Lehrenden an Hochschulen, siehe auch einen Artikel in der Zeitugn der GEW-Thüringen.

Niedriglohn im öffentlichen und privatem Auftrag

Circa achzig Honorarlehrkräfte haben sich am 5.10.15 vor der Senatsverwaltung für Bildung in Berlin getroffen. Sie haben mit Plakaten und Transparenten, Rap und Sambatrommeln gegen die niedrigen Honorare und die mangelhafte Absicherung bei Krankheit und im Alter.

Aufgerufen haben AG-Lehrbeauftragte der GEW Berlin, Berlin Language Worker GAS (English teachers), Berliner VHS-Dozent*innen-Vertretung, Bundeskonferenz der Sprachlehrbeauftragten (BKSL), DaZ-Netzwerk, Dozent*innen der Freien Träger, Freie am GoetheInstitut, Landeslehrervertretung der Berliner Musikschulen-Ver.di Fachgruppe Musik, mit der Unterstützung von GEW Berlin und ver.di Berlin Brandenburg. Weiterlesen