Informationsveranstaltung: Das neue Wissenschaftszeitvertragsgesetz am 16.6.2016 an der FU

Einladung zur Infoveranstaltung: Das neue Wissenschaftszeitvertragsgesetz (WissZeitVG), am 16.6.2016, um 18.00 – 19.30 Uhr (Beginn s.t.), in der Habelschwerdter Allee 45, Raum J 27/14, FU Berlin
Was ändert sich? Worauf muss ich achten? Wie gehen die Hochschulen und Forschungseinrichtungen damit um?
Überblick über die Befristungsregelungen in der Wissenschaft, praktische Hinweise und Beantwortung von Fragen
Referent: Matthias Jähne (Vorstandsbereich Hochschulen der GEW BERLIN und Mitautor des neuen GEW-Ratgebers zum Befristungsrecht in der Wissenschaft: https://www.gew.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/neuer-ratgeber-befristete-arbeitsvertraege-in-der-wissenschaft/
Organisiert von der GEW-Mittelbauinitiative an der FU.

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Soziolog_innen bloggen über Prekarisisierung in der Wissenschaft

Die Initiative „Für gute Arbeit in der Wissenschaft“ von Soziolog_innen in der Deutschen Gesellschaft für Soziologie (DGS) bloggt in den Monaten Mai und Juni auf dem „Sozblog“ der DGS zur Krise der Hochschule, Prekarisierung in der Wissenschaft, Demokratisierung der Fachgesellschaften und vielem mehr.

Den Auftakt bildet heute Teil 1 eines dreiteiligen Textes von Peter Ullrich (TU Berlin) mit dem Titel:

Prekäre Wissensarbeit im akademischen Kapitalismus. Strukturen, Subjektivitäten und Organisierungsansätze in Mittelbau und Fachgesellschaften

Alle drei, vier Tage kommen dann andere Beiträge von Mitgliedern der Initiative, Redner_innen der Konferenz „Soziologie als Beruf“ u.a.

Viel Spaß beim Lesen und diskutieren!

Soziologische Fachgesellschaft bekennt sich zu „Guter Arbeit“

Die Deutsche Gesellschaft für Soziologie (DGS) setzt sich für Gute Arbeit in der Wissenschaft ein. In einer eben veröffentlichten Erklärung fordert sie ein Umdenken und strukturelle Reformen: für bessere Grundfinanzierung der Hochschulen und gegen die prekären Arbeitsverhältnisse in der Wissenschaft. Ein Auszug:

Gesellschaftliche Dynamiken machen vor der Wissenschaft nicht halt. In den letzten Jahrzehnten haben  staatliche (De-)Regulierungen, Aktivierungspolitiken und neue Formen von ‚governance’ sowie eine zunehmende Ökonomisierung die Bildung im Allgemeinen und die Hochschulen, Universitäten und Forschungseinrichtungen im Besonderen geprägt. Im Sinne eines „akademischen Kapitalismus“ verschärft sich der Wettbewerb um Forschungsgelder und Stellen bei gleichzeitiger Unterfinanzierung der Hochschulen fortwährend. Eine wesentliche Folge ist die Prekarisierung von Arbeits- und Beschäftigungsverhältnissen in der akademischen Forschung und Lehre. Die Deutsche Gesellschaft für Soziologie (DGS) sieht diese Entwicklungen mit Sorge, sie fordert ein Umdenken in der Bildungs- und Wissenschaftspolitik sowie strukturelle Veränderungen im deutschen Wissenschaftssystem. Entsprechende Reformen dürfen nicht bei der äußerst zurückhaltenden jüngsten Neuregelung des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes stehen bleiben.

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Offener Brief deutscher Mittelbauinitiativen zur Novellierung des WissZeitVG

Auf Anstoß der Mittelbauinitiative Dresden haben mehre deutsche Mittelbauinitiativen einen gemeinsamen offenen Brief an die Abgeordneten des Bundestags zu Novelliereng des WissZeitVG unterzeichnet.
Der Brief fast Grundprobleme und Widersinn der gegenwärtigen Gesetzeslage gut zusammen und geht in den Forderungen deutlich über bisherige gewerkschaftliche Positionen hinaus.
Hier die PM und im Anhang der Brief
Bitte unterstützt uns bei der Verbreitung
Solidarische Grüße aus Dresden
Tino Heim

PM: Mittelbauinitiativen fordern in offenem Brief umfassendere Änderung des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes (WissZeitVG) 2015-11-03_Offener_Brief

Anlässlich der ersten Lesung des Entwurfs für ein Änderungsgesetz des WissZeitVG wenden sich Mittelbauinitiativen aus ganz Deutschland in einem offenen Brief an Bildungsministerin Wanka und die Abgeordneten des Bundestags.

Über Kritiken der Gewerkschaften hinausgehend fordern sie darin eine sehr viel konsequentere Reform. Denn an den für die betroffenen Wissenschaftler*innen biographisch und beruflich desaströsen Wirkungen des Gesetzes und dessen gegenwärtige Anwendungspraxis ändert die geplante Novellierung nichts. Die derzeitige Befristungspraxis führe zu einer „absurden Konsequenz“, die Tino Heim vom Sprecher*innen-Team der Mittelbauinitiative Dresden wie folgt erläutert: „Wir Wissenschaftler*innen werden unter dem Vorwand, dass wir uns für die Forschungs- und Lehrtätigkeiten, die wir fortwährend erfüllen, erst noch qualifizieren müssten, 2 mal 6 Jahre befristet beschäftigt. Sobald wir aber das sog. Qualifikationsziel – den Dr. habil. – erreichen, erwartet die Mehrzahl von uns ein faktisches Berufsverbot für ein ganzes Berufsfeld, in dem wir uns 12 Jahre lang bewährt haben. Denn die Möglichkeiten der sachgrundlosen Befristung sind dann ausgereizt und unbefristete Erwerbsverhältnisse unterhalb der wenigen Professuren gibt es kaum noch.“

Anja Weber vom Sprecher*innen-Team ergänzt, dass dieser Umgang mit wissenschaftlichem Personal ein „beschämendes Alleinstellungsmerkmal“ des deutschen Wissenschaftssystems sei. Überall sonst gäbe es, wie früher auch in Deutschland, verschiedene Perspektiven für „Wissenschaft als Beruf“. Zudem sei es entmündigend, hochqualifiziertes akademisches Personal selbst nach der Promotion noch als „Nachwuchs“ zu behandeln.

Für eine klarere Regelung fordern die Initiativen daher u.a. eine Abschaffung der sachgrundlosen Befristung, die für die Promotionsphase durch einen Sachgrund Qualifikation zu ersetzen wäre, was auch den derzeit häufigen Missbrauch oder kreativen Gebrauch des Gesetzes zur Befristung aller möglichen Personengruppen verhindere.

Die Entscheidung, nach der Promotion weiter wissenschaftlich tätig zu sein, ist eine Entscheidung für die Wissenschaft als Beruf und müsse von Arbeitgeber- wie Arbeitnehmerseite als solche getroffen werden. Damit sollten spätesten dann unbefristete Anstellungen auch für Wissenschaftler*innen wieder Normalität sein. Aber auch Beschäftigte ohne Promotion, die überwiegend Daueraufgaben der Universitäten und wissenschaftlichen Einrichtungen erfüllen, sollen unbefristet beschäftigt werden, so die Forderung der Initiativen.

Im Kern macht der Brief deutlich, dass ein schon im Ansatz problematisches Gesetzeswerk wie das WissZeitVG keine kosmetischen Korrekturen, sondern eine grundlegende Neugestaltung verlangt, da sonst die enorme Personalfluktuation und der ständige Verlust von Erfahrungswissen in Forschung und Lehre nicht nur dem Personal, sondern auch dem Wissenschaftsstandort Deutschland Schaden zufüge.
Kontakt:

Anja Weber
0176-32662903
mail@mittelbau-dresden.de

Politikwissenschaftler/innen diskutieren ihre Misere

Auf dem Kongress der Deutschen Vereinigung für politische Wissenschaft in Duisburg im Septem 2015 wurde in einem Panel auch intensiv die Situation des „Nachwuchses“ diskutiert. Dabei waren Mittelbau und Frauenvertreter/innen des Fachs, Vorstand und Beirat des Fachs, Gewerkschaften und ein Bericht zur konkreten Situation der Powis.

http://duepublico.uni-duisburg-essen.de/servlets/DerivateServlet/Derivate-39937/Plenum%20zur%20Nachwuchsf%C3%B6rderung%20und%20Karriereplanung.mp4

Aktionswoche an der FU

button_rotDie Aktionsgruppe an der FU beteiligt sich an die Aktionswoche mit Info-Stands am Mo. 2.11. um 12-15 Uhr und am Mitt. 4.11. um 12-14 Uhr vor der Mensa (Otto-v.-Simson-Strasse).

Auf dem Stand werden wir Informationsmaterial für Doktorand*innen, Lehrbeauftragte und wissenschaftliche Mitarbeiter*innen sowie über die parlamentarische Diskussion zur Novellierung des WisszeitVG bereithalten, als Papier und visuell.  Siehe auch: http://www.gew.de/traumjob/
Darüber hinaus möchten wir mit dem Info-Stand eine Möglichkeit für den Austausch Weiterlesen

„Immer der Karotte nach“

Einladung karotteWissenschaft ist eine wunderbare Sache, wenn man nicht davon leben muss.“ Das wusste schon Albert Einstein und bis heute hat sich nicht viel daran geändert.

Nun gibt es tatsächlich Bewegung: Dem Bundestag liegt ein Entwurf der Regierung für ein neues Wissenschaftszeitvertragsgesetz vor, das zumindest einige Mindeststandards für Befristungen setzen soll. Was sich verändert, was besser wird, was problematisch bleibt und was wir und wir gemeinsam dafür tun können, damit das Zitat Albert Einsteins endlich seine Gültigkeit verliert – über diese und weitere Fragen wollen wir mit Ihnen diskutieren.   Am Mittwoch, 28.10.2015, um 18 Uhr, im Raum KL 24/122D, auf Einladung der ver.di-Betriebsgruppe an der FU, mit Matthias Neis.