Nächstes Treffen des Netzwerkes

Unser erstes Treffen in der echten Welt in diesem Jahr!

Wann?
am 17.02., 18Uhr

Wo?
im Café Hardenberg in der Hardenbergstraße 10 ( Nähe Bahnhof Zoo)

Was?
Wir wollen gemeinsam überlegen, was wie dieses Jahr angehen wollen.
Wir wollen über Möglichkeiten von Streiks sprechen.
Wir wollen uns wie immer austauschen, was so passiert (ist).
und einiges mehr

 

Kommt vorbei!

 

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Brief an die Lehrbeauftragten am Otto-Suhr-Institut der FU Berlin

Liebe Kolleginnen und Kollegen,unsere Arbeitsbedingungen als Lehrbauftragte und Privatdozierende sind oft schwierig, wir sind an der Universität oft unsichtbar und unsere Bezahlung ist nicht bloß schlecht – sie ist skandalös. Auch die Ressourcen zur Vor- und Nachbereitung unserer Seminare sind zumeist nicht besonders üppig. Man stellt uns in der Regel nicht einmal ausreichende Ressourcen zur Verfügung, um einen Seminarreader zu erstellen. Das technische Gerät, um diese Arbeit online zu verrichten, müssen wir selbst organisieren und die Kosten selbstverständlich weitgehend selbst tragen.

Vor kurzem hat Peter Grottian mit Artikeln in einigen Zeitungen versucht, die Lage der Lehrbeautragten öffentlich zu skandalisieren. Er hat festgestellt, dass an deutschen Universitäten ein Großteil der Lehre prekär oder garnicht bezahlt wird, und das seit Jahrzehnten. Auch an Universitäten die sich, wie auch die unsere, selbst als „exzellent“ ausgeben. Daraufhin gab er den Anstoß zu einer Initiative von Lehrbeautragten und Privatdozierenden, die Gewerkschaft GEW wurde aktiv.

Wir wollen nun die öffentliche Debatte verstärken und praktische Lösungen anstreben. Als ersten Schritt möchten wir die Studierenden über unsere Arbeit aufklären: oft wissen diese nicht, unter welchen Bedingungen die Lehrveranstaltungen von uns konzepiert, vorbereitet und betreut werden. Dort anzufangen liegt auf der Hand: Die Studierenden sind die unmittelbar nächstbetroffenen unserer Situation.

Wir rufen Sie daher dazu auf: Wir möchten, dass in jeder Lehrveranstaltung von Lehrbeauftraten oder Privatdozierenden eine halbe Sitzung lang mit den Studierenden über die Arbeits- und Lebensbedingungen gesprochen wird. Die Studierenden sollen erfahren, dass wir weit weniger verdienen, als eine studentische Hilfskraft.
Die Studierenden sind ein wichtiger Teil der Öffentlichkeit – und wir können sie schnell und unmittelbar in unseren Seminaren erreichen.

Wir würden uns daher sehr darüber freuen, wenn Sie eine halbe Sitzung in einer der zwei Wochen vor Weihnachten zur Verfügung stellen würden. Wir kommen auf Wunsch mit in Ihr Seminar und reden gemeinsam mit den Studierenden über Ihre und unsere Situation.

Es gibt zwei Dinge, die wir langfristig gerne erreichen würden: Eine angemessene Bezahlung und bessere institutionelle Unterstützung unserer Tätigkeit. Anerkennung ist immer auch materiell! Und exzellente Lehre kann nicht zu Tarifen kommen, die gegen Null gehen.

Je nach finanzieller Lage mag der finazielle Aspekt den einen wichtiger sein als den anderen. Uns ist durchaus bewusst, dass soziale Anerkennung und Anbindung an die Lehre für viele von uns einen nicht zu unterschätzenden Eigenwert darstellen. Schon deshalb hängen wir ja auch an unserer Tätigkeit, auch wenn wir wissen, wir arbeiten für eine Entlohnung, für die sonst kein Mensch arbeiten würde.

Wenn Sie Interesse haben, antworten Sie bitte kurz auf die Mail, damit wir sehen können, wie breit das Interesse ist.

Mit den allerbesten Grüßen,

M. Fries und C. Melchers

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Fabriken des Wissens II – Netzwerkgründung und Websitelaunch

EINLADUNG
28.11.2014 | 19 Uhr | Haus der Demokratie und Menschenrechte | Greifswalder Straße 4 | 10405 Berlin
Fabriken des Wissens 2 
Netzwerkgründung und Websitelaunch. Gegen die Vereinzelung im Wissens- und Bildungsbetrieb!
Über Prekarisierung in der Wissens- und Bildungsarbeit, sei es an Hochschulen oder in der freien Bildung, wird derzeit viel gesprochen. Und viele kleine Initiativen versuchen sich zu wehren, als Mittelbauinitiativen, Petitionskampagnen, kleine Streiks. Doch ihre Organisierungsbedindungen sind gerade wegen der prekären Beschäftigung und der daraus resultierenden Vereinzelung schlecht. Dem will das Netzwerk „Wissen Prekär“ etwas entgegensetzen – durch stetige Vernetzung und Austausch von Initiativen und Ansätzen im Berliner Raum. Wir laden alle Interessierten herzlich ein, sich einzubringen und zu diskutieren, wie wir uns organisieren können.

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